Ganzheitliche Zahnheilkunde Gemeinschaftspraxis
Dr. Peter P. Grzonka
Dr. Dirk Reißmann
Zahnärzte

Dreherstr. 3
40625 Düsseldorf

Tel. 0211-28 25 24
Fax: 0211-28 60 41

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Zahnzusatz-
versicherungen

Das Dickicht der angebotenen Zahnzusatzversicherung mit ihren ganzen Bedingungen, Abschlägen und Unterpunkten zu verstehen, geschweige denn sich einen Überblick zu verschaffen und für sich die beste Möglichkeit herauszufinden, ist schier unmöglich.
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sdz

Tauchen

Copyright  Michael Ennenkel

Als Taucher kommen Sie bei folgenden Problemen in direkten Kontakt mit uns Zahnmedizinern:

1. Füllungen/Wurzelbehandlung = Barotrauma + Umkehrblockierung

2. Chirurgie und Implantate

3. Zahnersatz

4. Muskel- / Kiefergelenksproblemen und Parodontitis

Nicht nur eine gute Tauchgangsplanung und Aufrechterhaltung körperlicher Fitness ist beim Tauchen wichtig, auch die Pflege der Zähne spielt eine große Rolle.

Copyright  Fabian Nilgen

Prophylaxe heißt hier das Stichwort und Prophylaxe meint in aller Regel nicht, zweimal im Jahr zu der normalen Vorsorge zu gehen, sondern sich regelmäßig um seine Zähne und seine Zahn- und Gesamtgesundheit zu kümmern. Dies kann z.B. im Rahmen eines Prophylaxeprogramms geschehen (Privatleistung, die aber von manchen Versicherungen übernommen werden, so dass ein Teil des investierten Geldes direkt als Gesundheitsleistung an Sie zurückfließt). Weitere Infos s.  Zahnzusatzversicherung

1. Füllungen/Wurzelbehandlung und Barotrauma

Hohlräume können beim Ab- und Auftauchen zu Problemen führen. Solche Hohlräume können unter defekten, kariösen Füllungen verborgen sein (aber auch bei Kronen, Brücken, Entzündungen des Kieferknochens und des Zahnfleisches) oder sich unter nicht optimal verfüllten Kunststoff- oder Amalgamfüllungen verbergen. Die beim Abtauchen komprimierte und beim Auftauchen sich ausdehnende Luft kann zu Zahnschmerzen führen oder sogar Teile der Füllung oder des Zahnes absprengen. Hier kann es zu einem Barotrauma oder einer Umkehrblockierung kommen.
Wir raten unseren tauchenden Patienten, sich nach und nach von alten Füllungen zu verabschieden und diese gegen Gold- oder Keramikinlays auszutauschen. Bei dieser Art der Füllung ist eine Lufteinlagerung ausgeschlossen.

Füllungsalternativen

Auch bei Wurzelbehandlungen kann es zu Lufteinschlüssen kommen. Dies ist nicht nur während einer laufenden Wurzelbehandlung zu beachten – hier ist unsere Empfehlung die Taucherei für den Behandlungszeitraum einzustellen – sondern v.a. für den Verschluss der Wurzeln mit (erwärmten) Guttapercha, dem eigentlichen Wurzelfüllmaterial (s.u.). Dies muss sehr sorgfältig erfolgen, um ebenfalls keinen Lufteinschluss zu garantieren. Suchen Sie deshalb einen zertifizierten Endodontologen auf, der diese Behandlung durchführt. Eine spätere Überkronung im Seitenzahnbereich (in anderen Bereichen eine sogenannte Mehrschichthyridfüllung) ist Voraussetzung, um eine spätere Fraktur des Zahnes durch Barotrauma oder Mund- stücküberlastung zu umgehen.

Wie wird eine moderne Wurzelbehandlung durchgeführt?
Mit einer lokalen Betäubung kann zunächst sichergestellt werden, dass die Behandlung völlig schmerzfrei erfolgt.

 

1. Schritt:

Wir legen einen Zugang zum Zahninneren.

Die Kanaleingänge werden vorsichtig ertastet.

Die Länge der Wurzelkanäle wird mit einer Röntgenaufnahme oder einem elektronischen Messgerät bestimmt.

 

 

2. Schritt:

Die Kanäle werden mit modernsten, flexiblen Instrumenten aus einer Nickel-Titanlegierung gereinigt.

Mit den Instrumenten lassen sich sogar stark gekrümmte und sehr feine Kanäle behandeln.

Spülen mittels Ultraschall reinigt zusätzlich und tötet Bakterien ab. Anschließend trocknen wir die Kanäle und verfüllen ein Medikament mit sehr saurem ph-Wert, was die eingedrungenen Bakterien abtötet.

 


3. Schritt:

Es gibt verschiedene Füllmethoden. Bei der modernen „Thermafil“-Methode wird die Guttapercha (elastisches Naturmaterial), die an einem gewebeverträglichen Stift haftet, erwärmt. Dadurch wird sie fließfähig und verteilt sich gut im gesamten Wurzelkanal, sogar in den feinen Seitenkanälen. Nach einer Kontrollaufnahme wird der Zahn mit einem Keramikkunststoff verschlossen.

 

 

Blaupunktrochen

Blaupunktrochen Foto Reißmann

2. Chirurgie

Nach jeden chirurgischen Eingriff sollte mindestens eine Tauchpause bis zum Entfernen der Fäden eingelegt werden (in der Regel 8 Tage), um keine Störung der Wundheilung durch infiziertes Wasser oder ein Klaffen der Wundränder durch Mundstück oder Schnorchel hervorzurufen. Bei größeren Eingriffen wie operativen Weisheitszahnentfernungen oder Implantationen mit Knochenaufbau kann sich diese Tauchpause auch bis auf 6 – 8 Wochen ausdehnen. Fragen Sie hier in jedem Einzelfall Ihren behandelnden Zahnarzt oder Kieferchirurgen; eine generelle Einschätzung ist wegen dem individuell unterschiedlichen Operationsverlauf nicht zu geben.

copyright Michael Ennenkel

 

3. Zahnersatz:


Taucher/innen mit Teil- oder Vollprothesen haben zwei Probleme: Zum einen kann es schwierig sein, das Mundstück sicher festzuhalten (Vollprothesen bei zahnlosen Tauchkollegen) oder es besteht Aspirationsgefahr (= verschlucken) bei Teil- prothesen.
Die Betroffenen sollten deshalb immer auf einen – soweit wie möglich – guten Sitz ihrer Prothesen achten; d.h. auch hier regelmäßige Zahnarztbesuche und die Prothesen auch regelmäßig kontrollieren und unterfüttern lassen. Vollprothesen liegen viel lockerer im Mund als an Restzähnen verankerte Prothesen. Daher sind diese Personen entsprechend stärker gefährdet, denn in Gefahrensituationen könnte es zum Verlust oder im schlimmsten Fall zum Verschlucken der Prothese kommen.

Beispiel einer einfachen Stegversorgung im Unterkiefer, auf die die Prothese aufgesteckt wird

Daher würde ich in diesem Falle immer zu einer Versorgung mit Implantaten raten. Hier werden in den Kieferknochen „Dübel“ gesetzt und auf diese – nach einer Einheilzeit – kann dann in einem zweiten Arbeitsschritt die Prothesen oder sogar wieder festsitzender Zahnersatz (Kronen und Brücken) mit entsprechenden Gegenstücken befestigt. Eine optimale Lösung – nicht nur für´s Tauchen (und die inzwischen auch die gesetzliche Krankenkasse mitunter- stützt)!

 

2006_diamond_enenkel(150

 

 

4. Muskel- und Kiefergelenksproblemen und Parodontitis

Ein normaler Tauchgang von uns Sporttauchern dauert ca. 40 – 60 Minuten. Bei technischen Tauchern kann sich diese Zeit sogar auf mehrere Stunden ausdehnen. Diese dauernde Anspannung der Kaumuskulatur beim Festhalten des Mundstückes kann zu  Kopf-, Kiefer- und Kiefergelenks- schmerzen führen.

Dies kann daran liegen, dass:

  • die Standardmundstücke die hinteren Backenzähne nicht bedecken
  • Mitteldruckschlauch beim Atemregler rechts hängt (= Überbelastung)
  • es somit zu einer Aktivierung der Kaumuskulatur und Belastung des Kiefergelenks => Überlastung möglich
  • Gelenkspaltkompression beim Knirschen auf dem Mundstück möglich ist.

All dies kann zu einer unphysiologische Belastungen im sehr komplexen muskulären und skelletalen Mund-/Gesichtssystem führen.

Bei kleineren Problemen kann vielleicht folgendes Vorgehen zu einer Entlastung führen:

  • Wechsel von rechtem und linkem Lungenautomaten
  • Mitteldruckschlauch waagerecht führen (Gelenk; Achtung Leistungseinschränkung!)
  • High-Pressure Schlauch verwenden, der nicht so unflexibel wie die bisherigen Schläuche sind
  • leichtere 2. Stufe (?)
  • orthopädisches Mundstück (deckt den gesamten Zahnbereich ab), ggf. Anpassung durch Zahnarzt oder Kieferorthopäde möglich
  • Selbstmassage (entsprechende Techniken bitte beim Krankengymnasten erfragen).


Aufgrund eigener Probleme habe ich mir Abhilfe mit der Anfertigung eines individuellen Mundstücks aus Silikon verschafft. In Tauchsportläden oder online können Sie ein entsprechendes Mundstück erhalten oder die High-Pressure-Schläuche (dünn und sehr flexibel). Die Anpassung ist in aller Regel problemlos. Bei schwierigen Fällen kann es sich allerdings als notwendig erweisen, sich vom Zahnarzt ein professionell hergestelltes Mundstück anpassen zu lassen.

 

 

 

 

 

 

 

Im Rahmen einer Parodontitis kann es ebenfalls zu Problemen mit dem Mundstück und den damit verbundenen muskulären Überbelastungen kommen. Die Probleme entstehen, wenn Zähne entzündet oder gelockert sind und nicht mehr „richtig“ im Knochen stecken.

Hier muss dringend eingegriffen werden, denn eine Parodontose hat nicht nur Auswirkungen auf die Zähne und den Zahnhalteapparate (Knochen, Zahn und Zahnfleisch), sondern auch ganz erhebliche Auswirkungen auf Ihre Gesamtgesundheit.

Weichkoralle Ägypten Foto Dr. Reißmann

Weichkoralle Ägypten Foto Dr. Reißmann


Ich hoffe mit dieser Infoseite „Erste-Hilfe“ geleistet zu haben.

Bei weiteren Nachfragen stehe ich gerne per E-Mail zur Verfügung.

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Trotz der medizinischen Hinweise ist Tauchen eine der faszinierensten Sportarten, die ich kenne.
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Wir freuen uns, dass wir 2016 zum vierten Mal in Folge auf www.zahnarztempfehlung.de von den dortigen Nutzern zur besten Düsseldorfer Praxis in 2015 und bundesweit (bei über 5500 teilnehmenden Praxen) unter die 20 besten Praxen gewählt worden sind.
Dafür sagen wir vielen DANK!



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Häufig stellen uns Patienten, die sich privat oder beruflich verändern wollen/müssen, die Frage, wen wir Ihnen vor Ort empfehlen können, denn nicht immer kann man auf Erfahrungen oder eine Zahnarztempfehlung von Freunden oder Bekannten zurückgreifen.
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