Ganzheitliche Zahnheilkunde Gemeinschaftspraxis
Dr. Peter P. Grzonka
Dr. Dirk Reißmann
Zahnärzte

Dreherstr. 3
40625 Düsseldorf

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Fax: 0211-28 60 41

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Parodontitis-Behandlung

 

Die “Parodontitis” (häufig auch Parodontose genannt) ist eine weit verbreitete Zivilisationskrankheit. Fast jeder zweite Bundesbürger leidet darunter. Langsam und häufig schmerzlos zerstört sie das Zahnbett (Zahnfleisch, Wurzelhaut und Kieferknochen). Auch völlig kariesfreie Zähne verlieren so durch fortschreitende Lockerung ihre Funktion. Bei der Entstehung der Krankheit wirken mehrere Faktoren zusammen.
An erster Stelle steht die Entzündung des Zahn- halteapparates: sie kann durch mechanische, chemische und bakterielle Reize entstehen. Reizfaktoren sind z.B. klebrige Beläge, Zahnstein, überstehende Zahnfüllungen und Kronen, veralteter Zahnersatz oder zwischen den Zähnen verkeilte Nahrungsreste, die dort durch Bakterien zersetzt werden sowie falsche oder zu geringe Putztätigkeit.

Eine weitere Parodontitisursache ist die
Fehlbelastung des Gebisses, hervorgerufen durch mangelhafte Kautätigkeit wegen zu weicher Nahrung, nächtlichem Knirschen, Zahnlücken, unbewusstes verkrampftes Zusammen- beißen der Zähne (= Bruxismus) oder falscher Zahnstellungen.

Schließlich ist noch ein dritter Komplex zu nennen:
Chronische Allgemeinerkrankungen (Diabetes, Leberschäden) spielen bei der Entstehung bzw. Verschlimmerung der Parodontitis eine Rolle bzw. werden von dieser auch ausgelöst. Außerdem zählen Fehlernährung und vor allem Rauchen zu wichtigen Auslösern bzw. Verstärkern einer Parodontitis.

Aber nicht nur die Zähne leiden unter dieser Entzündung, sondern Ihr gesamter Organismus. So sind in den letzten Jahren durch wissenschaftliche Untersuchungen statistisch eindeutige Beweise für folgende Schäden gefunden worden:

Parodontitis und Allgemeinerkrankungen ©Chlorhexamed/Dt. Infografikdienst

Koronare Herzerkrankungen:
wie in vielen anderen Industrieländer stehen auch in Deutschland die Herz-/Kreislaufer- krankungen an oberster Stelle der Todesursachen. Die Ursachen für arterielle Verschluss- krank­heiten, wie Herzinfarkt und Schlaganfall, sind Veränderungen der Gefäßinnenwände. Eine Vielzahl von Risikofaktoren sind bekannt z.B. Rauchen, Diabetes mellitus, Alkoholmiss­brauch und Übergewicht. Ein weiterer Risikofaktor scheinen chronische Entzündungen/Infektionen zu sein, deren Ursache im Eindringen von Bakterien und deren Giftstoffen in die Blutbahn liegen (= Bakteriämie). So wurden in ateriosklerotisch veränderten Gefäßen neben Erregern von akuten und chronischen Atemwegserkrankungen auch Bakterien von Magengeschwüren entdeckt, aber auch solche, die eigentlich nur in entzündeten Zahn­fleischtaschen vorkommen und im Mund eine Parodontitis hervorrufen. Weitere Studien zeigen eine Wechselbeziehung zwischen Herz-Kreislauferkrankungen und Parodontitis auf, so dass Patienten mit einer Parodontitis ein bis zu zweifach höheres Risiko haben, an einer Herz-Kreislauferkrankung zu erkranken. Diese Studien bestätigen auch, dass eine regelmäßig durchgeführte professionelle Zahnreinigung Ihr Herz-Kreislauf-Risiko verringert.

Frühgeburten:
Bakterielle Infektionen in der Gebärmutter (neben Alkohol und Rauchen) sind einer der Aus­löser für Frühgeburten. Forscher vermuten, dass entweder Bakterien aus den blutenden Zahnfleischtaschen oder deren Toxine (Giftstoffe) in die Blutbahn und damit in weit entfernte Gewebe gelangen. Als Reaktion auf solch eine Infektion produziert das Immunsystem und die beteiligten Gewebe so genannte Entzündungsmediatoren. Sie aktivieren die körpereige­nen Abwehrmechanismen und können sowohl eine vorzeitige Wehentätigkeit als auch einen Sprung in der Fruchtblase auslösen. Untersuchungen in den USA zeigen, dass eine unbe­handelte Parodontitis das Risiko einer Frühgeburt um das 7,5 fache erhöht.

Diabetes:
Ist eine chronisch verlaufende Stoffwechselerkrankung, bei der ein absoluter (Typ 1, v.a. bei jungen Leuten) oder ein relativer (Typ 2, auch Altersdiabetes genannt) Mangel an Insulin be­steht. Ca. 10% der Bevölkerung leiden darunter mit steigender Tendenz v.a. bei der Jugendvariante. Diabetiker haben ein fünffach höheres Risiko an einer Parodontitis zu erkranken und so haben Typ 1 Diabetiker, die schlecht eingestellt sind, haben fast immer eine Parodontitis. Neuste Untersuchungen zeigen allerdings auch umgekehrte Wechselwirkungen: nicht nur der Diabetes beeinflusst die Parodontitis, sondern diese scheint auch auf den Blutzuckerspiegel bei Typ2-Diabetikern einzuwirken, wobei Parodonti­tis auslösende Bakterien eine besondere Rolle spielen. Genauere Untersuchungen über diesen Wirkmechanismus fehlen noch. Es lässt sich allerdings schon folgendes sagen: wird eine Parodontitis erfolgreich behandelt, hat dies auch einen positiven Effekt auf die Diabeteskontrolle. Somit könnten Folgeerscheinungen wie die Schädigung des Auges, der Nieren oder der Blutgefäße verringert werden.
Nähere Informationen finden Sie im Patientenratgeber der Deutschen Gesellschaft für Parodontologie (DG Paro) und der Deutschen Diabetes Gesellschaft “Parodontitis & Diabetes”. Erhältlich bei uns in der Praxis oder hier als pdf-Datein zum herunterladen (ist z. Zt. noch nicht freigeschaltet).

Deshalb der alte Ratgeber der Bundeszahnärztekammer und der Firma Colgate „Alles in Balance! Diabetes und Mundgesundheit“, die Sie bei uns in der Praxis bekommen oder hier direkt als pdf-Datei herunterladen können.

Atemwege:
Bakterien aus dem Zahnbelag und aus den Zahnfleischtaschen können auch für eine Lun­genentzündung verantwortlich sein. Zwei umfangreiche Studien in den USA zeigen: Patien­ten mit chronischen Atemwegserkrankungen wiesen eine schlechtere Mundhygiene, mehr Zahnstein und erkrankte Zähne auf als Patienten ohne Atemwegserkrankungen. Und je größer der Kieferknochenverlust ist, desto stärker ist die Lungenfunktion bei Patienten mit einer chronischen Bronchitis beeinträchtigt. Davon sind natürlich besonders Raucher betroffen, aber auch Patienten auf Intensivstationen, Pflege- und Altersheimen.

Muss es soweit kommen?

NEIN!
Deshalb sollten Sie bereits die ersten Anzeichen einer beginnenden Parodontitis erkennen!

Hier können wir Ihnen mit einem Enzymtest helfen, der so sensitiv ist, dass er Entzündungszeichen auch dann schon erkennt, wenn es noch zu keinem Knochenabbau gekommen ist. D.h. die Entzündung kann völlig ohne Folgeschäden zurückgeführt werden. Für mehr Informationen nutzen Sie den beigefügten Link auf den aMMP8-Test. Das entsprechende Analysegerät haben wir vor Ort in der Praxis, so dass wir Ihnen innerhalb von 10 Minuten mit etwas Spuke von Ihnen sagen können, ob eine Entzündung vorliegt oder nicht.
Wenn Sie bei der unten aufgeführten Liste einen oder mehrere Befunde haben, so können Sie von einer Zahnfleischentzündung ausgehen. Lassen Sie sich – auch aufgrund der gesamt- gesundheitlichen Auswirkungen – einen Untersuchungstermin  bei uns oder Ihrem behandelnden Zahnarzt geben und sich behandeln.

  • Zahnfleischblutung
  • Unangenehmer Mundgeruch
  • Schwellung und Rötung des Zahnfleisches
  • Sekretentleerung aus den  Zahnfleischtaschen
  • Zahnfleischrückgang
  • Gelockerte Zähne
  • Empfindliche Zahnhälse

In den meisten Fällen ist die Parodontitis schmerzfrei.

Folgende Symptome finden Sie: Entzündungserscheinungen am Zahnfleisch, das gerötet und schwammig wirkt und zu spontanen Blutungen neigt. Im weiteren Verlauf bilden sich mit eitrigem Sekret gefüllte Zahnfleischtaschen. Das Zahnfleisch und der Kieferknochen werden abgebaut; die Zähne erscheinen länger, sie lockern sich und gehen schließlich verloren. Dies ist allerdings kein Automatismus. Denn Sie können sich entscheiden gegen dieses Krankheitsbild vorzugehen und wir werden Ihnen dabei helfen.

Zur weiteren Information empfehlen wir Ihnen das folgende Video des NDRs, der unser Meinung ein guten und komprimierten Überblick über die Erkrankung und ihre Behandlung darstellt.

Parodontitis erkennen und behandeln – NDR Video

Welche Behandlungsschritte sind erforderlich?
Vergessen Sie bitte alles, was gutmeinende Nachbarn und Bekannte an Horrorgeschichten über eine Zahnfleischbehandlung erzählen und die eher an mittelalterliche Folterkammern erinnern als an moderne Zahnheilkunde. Die Behandlung erfolgt bei uns in aller Regel geschlossen, d. h. es ist kein chirurgischer Eingriff – und somit auch keine schmerzhafte Wundheilung – notwendig. 98 % aller unserer Patienten empfinden 1 – 2 Tagen nach dem Eingriff einen leichten Wundschmerz. Dies ist alles an Nebenwirkungen, abgesehen natürlich vom fehlenden Bluten und einem gestärkten Zahnfleisch.

Der Behandlungsverlauf sieht wie folgt aus:

  • Bei Ihrer zahnärztlichen Kontrolluntersuchung wird alle zwei Jahre ein sogenannter Parodontaler Screening Test (PSI) durchgeführt. Stellen wir hierbei Blutungen, Knochenverlust oder Lockerung fest, wird in einer speziellen Diagnosesitzung festgestellt, welche Behandlungsalternativen notwendig sind. Wir erstellen ein Parodontitis-Risiko-Protokoll und schauen uns die Bakterien unter dem Mikroskop an. Darüber hinaus kann sich ein bakterieller DNA Test anschließen, mit dem wir die 10 wichtigsten krank- machenden Bakterien identifizieren und gezielt dagegen vorgehen können. So erschließt sich auch mancher Misserfolg einer vorhergehenden Behandlung.
  • Als nächstes erfolgt die professionelle Zahnreinigung in unserer Prophylaxeabteilung bei der die über den Zahnfleisch liegenden Krankheitsursachen schonend entfernt werden, sowie ein sogenanntes Full-mouth-Desinfektion Programm, da die Parodontitis eine Infektionserkrankung wie die Karies ist. Es sollten auch die Lebens- und Ehepartner in eine solche Behandlung mit integriert werden. Im Anschluss wird der Behandlungsplan für die Krankenkasse bzw. den Versicherer erstellt.
  • Nach ca. 4 Wochen erfolgt die eigentliche Zahnfleischbehandlung, die in zwei Sitzungen innerhalb von 1-2 Tagen durchgeführt wird: Zahnfleisch- und Knochentaschen werden gesäubert (mit Betäubung), gespült und evt. mit einem Laser, mittels OZON oder Plasma desinfiziert (s.u.), damit alle Reizfaktoren gezielt und sorgfältig beseitigt werden. Wir streben eine möglichst gleichmäßige Belastung im ganzen Gebiss an. Im gut kauenden, gesunden Gebiss schleifen sich die Zähne bei zweckmäßiger Ernährung von selbst ein. Im schlecht funktionierenden Gebiss korrigieren wir dies.
  • Nachbehandlungen:
    In 2 – 3 Nachbehandlungsterminen stellen wir fest, ob und wo es noch Blutungen gibt. Diese Stellen müssen noch weiter mit Spülungen und Salbeneinlagen behandelt werden. Außerdem werden Sie in einen PAR-Erinnerungsdienst aufgenommen, der Sie regelmäßig (im ersten Jahr alle 3 Monate) an Kontrolltermine und die professionelle Zahnreinigung erinnert.

Außerdem können noch weitere Behandlungsmaßnahmen notwendig sein:

  • PDT (Photodynamische Therapie)
  • Periochip
  • Ozon
  • Laser
  • Voraussetzung für eine gleichmäßige Belastung ist eine geschlossene Zahnreihe. Deshalb müssen fehlende Zähne ersetzt werden.
  • Freiliegende Zahnhälse sollten aus ästhetischen Gesichtspunkten oder um weitere Schmerzen zu vermeiden abdeckt werden. Dies kann entweder über Füllungen, Laserbehandlung oder Schleimhauttransplantationen erfolgen (s. dort).
  • Funktionsuntüchtiger Zahnersatz und alte Füllungen müssen erneut werden, um alle Schmutznischen zu beseitigen.
  • Bereits gelockerte Zähne können durch feste oder abnehmbare Schienen stabilisiert werden oder im Einzelfall über Knochenaufbau (s. u.) fixiert werden.
  • Jede Parodontitisbehandlung muss durch eine peinlich genaue Mundhygiene ergänzt werden, wenn Sie Rückschläge vermeiden wollen. Sprechen Sie uns auf unser pro­fessionelles Individualprophylaxeprogramm für Erwachsene an. Zwei- bis dreimalige Kontroll-untersuchungen im Jahr sind unerlässlich. Um den einmal erreichten Erfolg zu stabilisieren, werden Sie deshalb in unser Recallprogramm aufgenommen und an die sich wiederholenden Termin erinnert. Anfangs 3 – 4 mal pro Jahr, danach zweimal pro Jahr.

Taschendekontamination bei der PAR-Behandlung:
Nach der schulmedizinischen Vorbehandlung der Zahnfleischerkrankung erzielen wir eine weitere Verbesserung des Heilungserfolges, wenn tiefe Taschen (> 5 mm) durch Laserenergie desinfiziert werden. Da die Parodontitis eine bakterielle Infektionserkrankung ist, kommt es darauf an, die Krankheitskeime zu reduzieren. Dies geschieht klassisch über eine mechanische Säuberung der Tasche, verbunden mit chemischen/pflanzlichen Reinigungspräparaten (Listerine/Propolis oder Periochip).
Als zusätzliche weitere Heilungsverbesserung setzen wir seit über 14 Jahren die Laserbehandlung in zwei Varianten als Dioden- und PDT Laser  ein.

Wann sollte die Laserbehandlung angewandt werden?
Eine Laserbehandlung ist allerdings nur in schwierigen Fällen notwendig, wie z.B. bei:

  • Zähnen mit mehreren Wurzeln
  • komplizierten Taschenverhältnissen und / oder sehr tiefen Taschen
  • immer wieder aufflackernden Entzündungen
  • oder massiven Entzündungen und hochgradig aggressiven Bakterien

Sollte so etwas bei Ihnen vorliegen, werden wir Sie darüber informieren.

Zu den Kosten:

Zwar ist die Behandlung dieser wichtigen Erkrankung soweit fortgeschritten, dass Sie kaum etwas davon spüren, die Vergütung ist allerdings im Mittelalter stehen geblieben. Viele Möglichkeiten der modernen Zahnheilkunde (DNA-Test, Lasertaschen- behandlung, professionelle Zahnreinigung, Taschenspülung) scheinen dem Gesetzgeber überhaupt nicht bekannt zu sein, so dass wir diese Ihnen privat in Rechnung stellen müssen. Die Kosten der Individualprophylaxe richten sich nach Art und Aufwand, ebenso wie die jeder anderen privaten Leistung. Es geht hier allerdings nicht um Hunderte von Euro. So kostet die Taschensterilisation pro Tasche ca. 18 Euro, die professionelle Zahnreinigung zweimal im Jahr durchgeführt ca. 200 Euro. Eine PDT-Laser-Komplettbehandlung des gesamten Gebisses kostet 280 Euro. Sie werden vorher von uns einen detaillierten Heil- und Kostenplan bekommen, aus welchem die für Sie anfallenden Kosten hervorgehen. Die Zahnfleischbehandlung wird zu 100% von Ihren Krankenkassen übernommen. Privat- und/oder Beihilfepatienten wenden sich wegen genauerer Informationen bitte an Frau Schoppmann.


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Wir freuen uns, dass wir 2016 zum vierten Mal in Folge auf www.zahnarztempfehlung.de von den dortigen Nutzern zur besten Düsseldorfer Praxis in 2015 und bundesweit (bei über 5500 teilnehmenden Praxen) unter die 20 besten Praxen gewählt worden sind.
Dafür sagen wir vielen DANK!


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